2015-06-22 Klüngeltüngels zwischen Natur und Kultur

Von Elisabeth Funke | Ausflug in den Skulpturengarten Funnix

An ihrem Junitermin machten sich die Klüngeltüngels auf den Weg nach Funnix (leider nur mit sechs Teilnehmern, etliche waren aus verschiedenen Gründen verhindert).

Schon von weitem sieht man in dem flachen Marschenland die Warft mit der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Backsteinkirche St. Florian, die erste Anlaufstelle der Klüngeltüngels. Im Innern lässt sich eine reiche Ausstattung entdecken.

Beeindruckend und von kunsthistorischer Bedeutung ist das Altarbild aus dem 15. Jahrhundert, das mit 105 rustikal geschnitzten Figuren ausgestattet ist und 17 Szenen der Kindheit und Passion Jesu ebenso darstellt wie Szenen aus dem Leben des Apostels Andreas.

Die barocke Kanzel (1650) stammt aus der Werkstatt des Esenser Schnitzers Jacob Cröpelin, der für viele ostfriesische Kirchen gearbeitet hat. Sehenswert sind außerdem ein Taufstein und ein Weihwasserbecken aus dem 12. Jahrhundert.

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Das Altarbild in der Kirche.

Der Kirche gegenüber befindet sich der Skulpturengarten Funnix. Gisela Wübbena hat hier liebevoll einen parkähnlichen Garten angelegt. Schon der Gang vom Parkplatz bis zum Eingang macht die Besucher neugierig auf das, was sie erwartet. Zuerst aber ist es Zeit für eine Tasse Kaffee und ein Stück selbst gebackenen Rhabarberkuchen.

1-funnix2Beim Rundgang durch den Garten, wo sich Rasenflächen, Stauden- und Rosenbeete, Wasserläufe und lauschige Ecken abwechseln, kommen die Klüngeltüngels ins Schwärmen.

Eine reizvolle Verbindung von Natur und Kultur überall.

An exponierten Stellen befinden sich die Skulpturen des Künstlers Leonard Wübbena, so dass sich eine Symbiose von Kunst und Natur ergibt.

Verschiedene Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein und bieten dem Betrachter immer neue Sichtweisen auf die Stahlwerke, die mit dem wunderschönen Garten zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen.

Der Künstler Leonard Wübbena ist in Ostfriesland geboren, verbrachte dort seine Kindheit, Schulzeit und absolvierte eine Schriftsetzerlehre. Anschließend besuchte er eine Kunstgewerbeschule. Es folgten Tätigkeiten im grafischen Gewerbe und ab 1972 eine Lehrtätigkeit für Gestaltendes Werken/Kunst.

1-funnix1In den 80er-Jahren wandte er sich der bildhauerischen Tätigkeit zu und brachte es hier als Autodidakt zu beachtlichen Erfolgen. 1997 eröffnete er den eigenen Skulpturengarten mit einer Sammlung von Stahlplastiken der internationalen zeitgenössischen Szene.

Bäume ganz eigener „Natur“.

Zum Abschluss des Nachmittages fuhr die Gruppe nach Carolinensiel, wo sie mit den Klängen der Schützenfestkapelle empfangen wurde. Nach einem 40-minütigen Spaziergang der Harle entlang nach Harlesiel schmeckte der Fisch im „Wattkieker“ fantastisch. Als Zugabe zu diesem schönen Nachmittag konnten die Klüngeltüngels noch die wärmenden Strahlen der Sonne genießen, die sich am späten Nachmittag durch die Wolken gekämpft hatte.

Zum nächsten Termin, am 20. Juli 2015, ist eine Fahrt nach Bad Zwischenahn geplant. Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten.

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Gruppenbild mit Künstler: rechts lehnt sich gemütlich Leonard Wübbena an ein Kunstobjekt.

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