Big Kids und ein Junge, der alles falsch machte

Das Haus für Kinder und Familien hatte Besuch vom ADAC. Die Big Kids, die zukünftigen Schulkinder, bekamen einen Einblick in „Verkehrserziehung – wie verhalte ich mich richtig im Straßenverkehr“.

Die Kinder hatten schnell klar, wen Hermann Willms vertrat, den ADAC: Der repariert liegen gebliebene Autos und hat einen knallgelben Rettungshubschrauber.

Hermann Willms zeigte zum Einstieg einen kurzen Film und einzelne Bilder. Er stellte Verkehrsszenen erst falsch und dann richtig dar. So verdeutlichte er den Big Kids aus dem Haus für Kinder und Familien, wie man sich korrekt im Straßenverkehr verhält.

Einen Film gucken und was lernen: Das machte den Big Kids viel Spaß.

Hier war nicht nur das Bild bunt. Kunterbunt verstieß der Junge auf dem Rad auch gegen alle Verkehrsregeln. Die Kinder trugen zusammen, was er falsch machte.

Natürlich erkannten die Kinder sofort, was Sache war: Der Junge fuhr einfach durch die geschlossenen Bahnschranken, platschte noch mitten auf der Straße durch eine Pfütze und machte ein Mädchen nass. Er nahm keine Rücksicht auf die Autofahrer und fuhr weiter, ohne zu schauen – und das Ganze ohne Fahrradhelm. Oh je!

Informationen, das weiß Hermann Willms natürlich, bleiben am besten haften, wenn Kinder sie selbst aktiv in Situationen erleben. Er bereitete einen kleinen Parcours mit Zebrastreifen und Ampelanlage vor. Flott teilte er die Kinder in Fußgänger und Autos ein und gab jedem ein entsprechendes Umhängeschild.

Dann konnte es los gehen: Die „Fußgänger“ und „Autos“ mussten den Parcours nun durchqueren.

Hermann Willms machte es vor: So geht man richtig über einen Zebrastreifen. Die Fußgänger (rechts im Bild) streckten schon den Arm aus zum Zeichen, dass sie gehen wollten; die drei Autos (links im Bild) scharrten noch mit den Hufen, pardon: mit den Reifen.

Die Kinder machten es richtig nach. Die Autos (rechts hinten im Bild) ließen die Fußgänger passieren.

Wichtig: Wenn die Fußgängerampel Rot zeigte, mussten die Passanten stehen bleiben!

Auch die richtige Kleidung ist wichtig – von vorn…

Bei Grün durften sie gehen, aber nur, wenn sie sich trotzdem vergewissert hatten, dass alle Autos stehen geblieben waren.

Denn die Kinder hatten gelernt, dass auch Autofahrer Fehler machen und z.B. ein rotes Ampelsignal übersehen können oder dass ein Polizeiauto mit Blaulicht auch bei Rot fahren darf.

Was aber, wenn gar keine Fußgängerampel zu sehen ist, dafür aber ein Zebrastreifen?

Wiederum gab es viel zu lernen: am Straßenrand stehen bleiben, „links- rechts- links“ schauen, ob ein Auto kommt, bleiben alle Autos stehen: Arm nach vorn strecken und den Zebrastreifen überqueren.

… und von hinten.

Auch das Thema „Kleidung im Straßenverkehr“ wurde besprochen.

Wichtig ist es, sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene, draußen im Dunkeln helle Kleidung zu tragen bzw. Kleidung mit Reflektoren oder Warnwesten. So wird man frühzeitig von Autofahrern gesehen.

Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine Urkunde. Alle waren sehr stolz und haben ihren Eltern am Ende des Kindergartentags voller Begeisterung von ihren Verkehrskenntnissen erzählt.

Text und Fotos: Fabia Ihnen

Hermann Willms überreichte die Urkunden an ziemlich stolze Verkehrsteilnehmer.

Gruppenbild mit Ausbilder.

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