Nadeln und Näherinnen in besonderer Mission

Ein besonderes Anliegen hat die Leiterin des Sozialen Kaufhauses, Claudia Nordemann. Das hat mit den Maschinen der Nähwerkstatt zu tun, die in den Räumen am ZOB rattern. Denn zuletzt arbeiteten Nadeln und Näherinnen in besonderer Mission.

In den Werkstätten der sozialen Kaufhäuser in Aurich, Emden und Leer haben sie aus früheren Hungertüchern Stolen, Taschen, Tischläufer, Gotteslob-Hüllen und Buchhüllen angefertigt. Die Unikante werden, begleitet von Ausstellungen, zugunsten der Nähwerkstätten in den Sozialen Kaufhäusern zum Kauf angeboten.

In Esens und Wittmund waren die eindrucksvollen Näharbeiten bereits zu sehen. Seit dem Wochenende werden sie für 14 Tage in Aurich gezeigt. Ab dem 14. Oktober sind sie ein letztes Mal in Leer in der St.-Michael-Kirche zu sehen.

Claudia Nordemann möchte allen danken, die die Misereor-Hungertuch-Ausstellung ermöglicht und unterstützt haben.

Claudia Nordemann: Ließ Nadeln in besonderer Mission rattern.

Sie erwähnt Pfarrer Johannes Ehrenbrink und Pastor Carl Borromäus Hack und dankt ihnen für die fachliche Beratung bei spannenden Fragen: Wer darf überhaupt eine Stola tragen? Oder: Welche Farben und Symbole eignen sich?

Sie dankt den Kirchengemeinden, die ihre Hungertücher aus den vergangenen Jahren zur Verfügung gestellt haben.

Natürlich gilt ihr Lob den Näherinnen aus den Nähwerkstätten „Ich war einmal…“ in den Sozialen Kaufhäusern in Aurich, Emden und Leer. „Besonders möchte ich mich bei Gabriele Meseke und Michaela Seebergen aus Aurich und Ausra Schneider aus Emden bedanken, die zum Teil erst vor kurzem das Nähen in der Nähwerkstatt erlernt und mit großem Eifer die Taschen, Läufer und Buchhüllen gefertigt haben.“

Claudia Nordemann erwähnt zudem Roswitha Eden aus Esens, Mary Kirthisingam, Mechtild Möhlenkamp und Gertrud Schweer-Dust aus der Pfarreiengemeinschaft Neuauwiewitt, „die bei den Entwürfen und dem Fertigen der Stolen großartig ehrenamtlich und mit viel Engagement“ bei der Sache waren.

Erwähnt werden müssen natürlich auch die ehrenamtlichen Helferinnen, die beim Auf- und Abbau der Ausstellungen sowie beim Verkauf der Produkte geholfen haben und helfen – zudem alle, die die Produkte kaufen und damit die Nähwerkstatt unterstützen und motivieren.

„Ein ganz besonderes Dankeschön möchte ich Brigitte Hesse aussprechen, die diese Ausstellung federführend mit sehr viel Herzblut organisiert und in allen Belangen begleitet hat“, schreibt Claudia Nordemann.

Für die Nähwerkstatt war es eine gute Gelegenheit, ihre Arbeit zu präsentieren und der Öffentlichkeit vorzustellen. Claudia Nordemann: „Die Beteiligten hatten sehr viel Freude beim kreativen Tun und der gelungenen Zusammenarbeit. Wir haben viel gelernt.“

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