Gassenhauer: Da flossen Tränen

Eigentlich wollten die Projektleiterinnen der Gassenhauer Isburga Dietrich und Dr. Elke Warmuth bei der jüngsten Freitagsprobe die jungen Akteure adventlich beschenken. Doch alles kam anders. Es flossen Tränen.

Zu Beginn der Probe lotsten die Jugendlichen ihr Führungsduo auf zwei Zuschauerplätze vor die Bühne im Forum der IGS-West. Isburga und Elke wunderten sich sehr. Schon entspann sich vor ihren Augen und Ohren eine schauspielerische Lobeshymne, die die jungen Gassenhauer eigenmächtig auf Isburga und Elke gedichtet hatten.

Franka hatte ein kleines Stück zu Ehren der Projektleiterinnen geschrieben – und sich dabei ganz an das gehalten, was die jungen Leute auch sonst sehr schätzen: Jeder und jede von ihnen hatte in dem kurzen Auftritt eine kleine Rolle.

Insgeheim probten die jungen Darsteller skypend, bis die Texte saßen.

Gestern also strömten sie auf die Bühne, bildeten vor Elke und Isburga einen formvollendeten Halbkreis und mimten – eine typische Gassenhauer-Theater-Probe.

Drei Hauptakteure gab’s. Sie interpretierten in liebevoller Karikatur Elke, Isburga und den Theaterpädagogen und Regisseur Claus Gosmann (der gestern leider nicht dabei sein konnte).

Die Drei wurden perfekt „gedoubelt“. Isburga und Elke hatten unten auf den ungewohnten Zuschauersitzen ihre helle Freude. Ihre Augen badeten wechselweise in Tränen der Rührung und der Anerkennung für diese starke Leistung.

Nach der kleinen Vorstellung knuddelten sich alle Akteure mit Elke und Isburga. Bei Isburga und Elke flossen Tränen.

Dann gab’s für die Nerven der beiden Leiterinnen noch etwas Süßes.

Franka (Bildmitte) hatte das Stück getextet. Sie bekam aus der ganzen Gruppe Applaus für diese starke Leistung. Beklatscht wurden auch alle anderen, die sich für Drehbuch, Skypen und Proben eingesetzt hatten.

Elke und Isburga waren fast ein bisschen überwältigt. Denn die jungen Leute zeigten in eigener Verantwortung und Kreativität, was die Gassenhauer ihnen bedeuten.

Und sie sagten es. Sie bedankten sich „für vier wundervolle Jahre bei den Gassenhauern“. Ohne Isburga, Elke und Claus hätten „wir die Kraft, die in uns steckt“, nicht entdeckt und weitergeben können.

Sie nahmen Bezug auf den Titel ihres jüngsten Projekts „Das goldene Herz“. Das sprachen sie kurzerhand Elke und Isburga zu. Die konnten kaum fassen, was ihnen gerade selbst an Anerkennung zu Teil wurde – von Kindern und Jugendlichen mit sozialem und emotionalem Unterstützungsbedarf!

Für zehn kostbare Minuten waren die Rollen getauscht worden.

Wie ein Tüpfchen auf dem „i“ hatte sich kurz vor der Probe Radio Nordseewelle angesagt. Redaktionsleiterin Katharina Guleikoff war sichtlich beeindruckt von der ungeplanten Vorstellung und hielt mit ihrem Mikro fleißig drauf.

Nach der kleinen Vorstellung folgten die normalen Proben: v.l. Isburga Dietrich, Klaus Schütze, Katharina Guleikoff (mit Mikrofon) und Elke Warmuth.

Elke bei Regieanweisungen.

Sie interviewte Elke, Isburga und mehrere der Kinder und Jugendlichen. Die gaben starke Antworten und erzählten munter und ohne Scheu von ihren Erfahrungen bei den Gassenhauern.

Sie schilderten, wie sie Freunde gewonnen, ihren Selbstwert samt schlummernder Talente entdeckt und Familie gefunden hatten.

Katharina Guleikoff im Gespräch mit dem roten Prinzen.

Vermutlich am Dienstag wird die Sendung ausgestrahlt. Dazu gibt es auf der Neuauwiewitt-Webseite rechtzeitig einen separaten Hinweis.

Dann folgte die Adventsfeier. Alle erhielten ein kleines Präsent. Jann Janssen machte Musik auf seiner Gitarre.

Jann Janssen und sein Instrument.

Das war ein beeindruckender Abend mit jungen Menschen, die auf einem überraschend guten Weg sind!

Siehe auch Bericht zur ersten Kostümprobe mit Orchester und zum Stück selbst.

Bei der Adventsfeier ging niemand leer aus.

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