Geschichtliche Führung durch den Wittmunder Wald

Der Frauenkreis „Die Behüteten“ hatte am Samstag, den 11. Juni zu einer Führung durch den Wittmunder Wald eingeladen. Alle Teilnehmer aus allen Altersgruppen und ein Hund trafen sich auf dem Parkplatz von St. Bonifatius.

Nach einer kurzen Absprache ging es gemeinschaftlich in den Wald. Dort auf dem Parkplatz des ehem. Kreisnaturschutzhofes wurde die Gruppe von dem sachkundigen Führer Peter Kirby übernommen.

Start im Wittmunder Wald.

Nach kurzem Marsch wurde als erstes über die Frühgeschichte referiert. Begonnen hatte alles im Wittmunder Wald schon einige Jahre vor Christi Geburt. Der Wald hatte zu dieser Zeit noch lange nicht das Aussehen von heute. Es war alles noch Sumpfgebiet. Erst im Mittelalter entwickelte er sich zu dem, was er heute ist, mit Höhen und Tiefen.

Einführung in die Geschichte des Waldes.

Nach einer weiteren Laufstrecke stoppte die Gruppe an einem ehem. Bahngleis. Dazu wird iIm Vortrag der 2. Weltkrieg thematisiert. Das Gelände, welches den ehem. Naturschutzhof bildete, war im Weltkrieg eine Munitionsanstalt der Marine. Dort wurden Torpedoköpfe gefertigt. Die Fertigung konnte mit entsprechendem Bildmaterial veranschaulicht werden.

Bilddokumentation im Wald.

Im Anschluss zeigte uns Peter Kirby einen selbst gezeichneten Plan des Wittmunder Waldes, welcher die Anlagen und Schienenstränge der Munitionsanstalt von 1938 zeigte.

Selbst gezeichneter Plan der Anlagen.

Die Gebäude der Marineliegenschaft stehen heute noch und wurden nach dem Krieg mit unterschiedlicher Nutzung gebraucht. Heute sind sie im Privatbesitz und können teilweise für Feiern, Ausflüge und zum Grillen gemietet werden. Auch die Besichtigung der Gebäude ist zum Teil möglich, wie z.B. ein Gebäude mit einem Blockheizkraftwerk mit Holzbefeuerung.

Führung im ehemaligen Naturschutzhof.

Der kleinster Teilnehmer wollte gleich mit der Gartenarbeit beginnen.

Weiter führte der Weg durch den Wald. Dort sind noch einige Reste der Lagerstätten der Torpedos und ein Bunker zu bestaunen. Der ehemalige Bunker diente der Lagerung von Munition und wurde nach dem Krieg durch die Alliierten gesprengt.

Bestaunen der Bunkerreste.

Erkundung des Bunkers.

Ein weiterer Bunker auf dem Gelände war ein Splitterbunker, in dem die Menschen Schutz suchen konnten. Heute kann er nicht mehr im Inneren besichtigt werden, weil dort mittlerweile Fledermäuse ihr Zuhause gefunden haben.

Gruppenfoto am Bunker.

Der Weg durch den Wald mit den ganzen beeindruckenden Informationen und Anschauungsobjekten machte hungrig und durstig. Am Grillplatz wurde der Tisch mit Salaten, Getränken und vor Ort gegrillten Würstchen reichhaltig gedeckt.

Nach dem Tischgebet durch Peter Kirby eröffnete er, dass er noch weitere Informationen über den Wald hat, worauf Martina Blaes für den Herbst einen weiteren Gang durch den Wittmunder Wald anregte. Die Absprachen für den Herbst wurden umgehend unter den „Behüteten“ getroffen.

Der reich gedeckte Tisch lud zu einem schmackhaften Essen ein.

Alle Teilnehmer konnten mit einer großen Vorfreude auf den Herbst im Anschluss auseinander gehen.

Text: Martina und Patrick Blaes
Fotos: Martina und Patrick Blaes, Gisela Fischer, Daniela Hintz

 

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