Neuauwiewitt startet mit Projekt ZwiKoFi

Ein Projektname, der sich erstmal komisch anhört. Aufgelöst geht es um Kinder „zwischen Erstkommunion und Firmung“. 37 Kinder, Jugendliche und Erwachsene machten sich auf den Weg nach Schillig an den Strand.

Die erste Aktion war gleich ein voller Erfolg. Angeboten wurde für die letzten vier Erstkommunionjahrgänge ein Nachmittag mit Spielen, Picknick und einer Wattwanderung bei herrlichem Wetter am Sandstrand. Der ruhige Nachmittag für die Eltern war inklusive. Sie konnten ihre Kinder gegen 10:30Uhr am Bonihaus in den Bulli setzen. Gegen 12Uhr wurde der Strand von Wittmundern, Wiesmoorern und Aurichern eingenommen.

Profi Szymon verteilt noch die letzten Namensschilder.

Nach einer kurzen Begrüßung und ein paar Absprachen flogen erstmal die Schuhe von den Füßen und es ging auf den Spielplatz. Viele Kinder kannten sich bereits von den entsprechenden Erstkommunionvorbereitungen, von Kolpingveranstaltungen, vom Fußballcup oder ähnlichen Veranstaltungen. Somit war das Eis relativ schnell gebrochen.

Gemeinsame Ballspiele taten ihr Übriges dazu.

Egal wie groß oder klein Kinder sind. Ein Spielplatz zieht immer.

In der Zwischenzeit wurde ein deftiges Buffet a la Kolpingsfamilie an den Strand gezaubert. Decken wurden ausgebreitet, Getränke verteilt und reichlich Brötchen, Wurst, Käse, Obst, Gemüse, Frikadellen und Eier gereicht. Das war schon mal ein super Start.

Der Run aufs Essen war riesig.

Nach einem süßen Nachtisch kam Wattführer Wolfgang bereits auf einem kleinen, alten Fahrrad vorbei. Sein Berliner Dialekt wies ihn zwar nicht direkt als heimischen Wattkenner aus. Doch der erste Eindruck täuschte. Er führte uns zu einem kleinen Häuschen, das etwa eine Grundfläche von einem mal einem Meter und die Höhe von etwa zwei Metern besaß. Etwas neugierig und durchaus treffend fragte ein Kind, ob das ein Klohäuschen sei. Daraufhin verbot Wolfgang dem Kind, seinen Materialraum als Klohäuschen zu nutzen.

Beweisführung abgeschlossen. Das Klohäuschen war tatsächlich nur der Materialraum.

Nach einem Fußweg von etwa 5 Minuten ließ die Gruppe den Strand hinter sich und betrat das Wattenmeer.

Am Strand begann die erste Muschelkunde. Auch einige Kinder konnten mit ihrem Schulwissen den Vortrag um einige Interessante Details ergänzen.

Wolfgang machte an einigen Stellen halt und konnte mit einem breiten Wissen über Muscheln, Krebse, Wattwürmer und Gezeiten glänzen. Jedoch irritierte ihn die Reaktion einiger Kinder sichtlich.

Für die Meisten war es das erstemal überhaupt, das Wattenmeer zu betreten.

Sie genossen es mit den Füßen im Schlick rumzulaufen, Muscheln zu sammeln, zu testen, wie weit Schlick nach einem gekonnten Abschuss fliegen kann und das Watt mit allen Sinnen einfach nur zu erleben. Naja, es half alles nichts. Mit seinem biologischen Vortrag konnte er nur punktuell die Aufmerksamkeit der Kinder gewinnen.

Jetzt gings ans Eingemachte, Wattwürmer suchen.

Sehr anschaulich wurde auch die Entstehung der Gezeiten erklärt.

Doch die Kinder hatten ihren Spaß. Als sie nach einigen weiteren Metern auf die kommende Flut trafen, übte das wenige Zentimeter tiefe Wasser eine gezeitenähnliche Anziehungskraft auf die Kleinen aus. Völlig verschlammt, durchnässt, kaputt, aber mit unglaublich guter Laune, machte sich die Gruppe auf den Rückweg aufs Festland. Nach einer kleinen Wäsche und einem Klamottenwechsel gab es Zeit sich mit Süßem für die Rückfahrt zu stärken. Es war also eine absolut erfolgreiche Auftaktveranstaltung. Geplant sind diese Events im Rahmen von ZwiKoFi in Abständen von sechs bis acht Wochen. Als nächstes geht es am 20.10.18 in die Bagbander Mühle. Dort dürfen die Kinder selbst Brot backen und bekommen die Entstehung vom Korn zum Brot gezeigt. Daniel Gauda, Natalia Löster und Markus Husen freuen sich schon sehr drauf!

Text und Fotos: Markus Husen

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