Vernetzung ist für Kita und Kirchengemeinde von Vorteil

Die Zusammenarbeit der Kita und der Gemeinde ist in vielen Bereichen sehr eng. Gemeindemitglie-der lesen für die Kinder. Die Kita berichtet in Hl. Messen. Doch nun kam die Einladung, die Vernet-zung auf Bundesebene vorzustellen.

Tina Hardy (Kitaleitung) steht in regelmäßigem Austausch mit Bärbel Groote (Referentin für Kindertagesstätten-pastoral im Bistum Osnabrück) und berichtet in diesem Zusammenhang immer wieder von der Arbeit innerhalb ihrer Einrichtung und auch von der Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde St. Ludgerus, die hier vor Ort von vielen engagierten Gemeindemitgliedern und Kitamitarbeiterinnen, wie selbstverständlich, mitgetragen wird. Eine weitere Besonderheit der Auricher Einrichtung ist die Zusammensetzung des Teams. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Religionen und Konfessionen arbeiten gemeinsam in einer katholischen Kita nach einem katholischen Leitbild. Eine Tatsache, die sicherlich nicht selbstverständlich ist. Das sah auch Bärbel Groote und berichtete dem KTK (Bundesverband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder) vom Auricher Haus für Kinder und Familien, worauf Tina Hardy und der pastorale Ansprechpartner von Seiten Gemeinde, Markus Husen, eine Einladung für die Religionspädagogische Jahrestagung in Freiburg erhielten. Eine Veranstaltung zu der Kitaleitungen und pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus ganz Deutschland eingeladen waren und sich für die Arbeit der Auricher Kita und Kirchengemeinde interessierten.

Mann, oh Mann. Ok dann also los. Die Bahntickets wurden gebucht und Ende Oktober letzten Jahres kamen die beiden nach einer zehnstündigen Zufahrt in Freiburg an. Vorgesehen waren eine Präsentation und ein Workshop mit dem Titel „ Pastorale Begleitung von Kita-Teams heute. Säulen und Stolpersteine in der Arbeit mit multikonfessionellen und multireligiösen Teams“. Das war DIE Möglichkeit, einem breiten Publikum zu zeigen, was in der tiefen Ostfriesischen Diaspora alles möglich ist. Wie sich am Ende der Veranstaltung zeigte, lautete die Antwort: „ganz schön viel!“ und „ganz schön gut!“.

Besonders während des Workshops gab es die spannende Gelegenheit, mit Kitaleitungen aus deutlich katholischeren Gegenden Deutschlands intensiver ins Gespräch zu kommen. Viele von ihnen berichteten, dass die „falsche“ Konfession immer noch ein Einstellungshindernis sei, genauso wie eine Scheidung. Darüber hinaus zeigte sich in den betreffenden Kitas, dass diese Grundeinstellung häufig von oben, sprich von den Bischöfen, vertreten wird. Das große Glück im Bistum Osnabrück ist momentan, dass Bischof Bode anderen Religionen und Konfessionen gerade im Bezug auf eine Anstellung in einer katholischen Kita sehr zugewandt ist und damit vielen Kitas in ihrer Arbeit den Rücken stärkt.

Insgesamt war die Jahrestagung eine bereichernde Erfahrung, die zeigte, dass sowohl die Arbeit der Auricher Kita, als auch die Arbeit der Auricher Pastoral auf einem guten Weg sind. Das Manuskript, das von Tina Hardy und Markus Husen erarbeitet wurde, wurde vor einigen Tagen in dem Magazin „neue caritas“ veröffentlicht und ist hier nachzulesen.

Text und Foto: Markus Husen

Dieser Beitrag wurde unter Archiv abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.  Beitrag drucken. Beitrag drucken.