Schon jetzt ein Berg an Material für Litauen

Schon jetzt wächst der Berg an Material, das spätestens mit dem großen Pfingsttransport 2019 nach Litauen gefahren wird. Das Wilhelm-Anton-Hospital im niederrheinischen Goch stiftete 17 Krankenhausbetten.

Am frühen Mittwochmorgen der vergangenen Woche hatten sich Alfred Dellwisch, Horst Stamm und Sven Herzfeld mit einem 7,5-Tonner-Laster auf den Weg in den Kreis Kleve, in die alte Heimat der Turmflüsterin, gemacht, um die verstellbaren Betten nach Aurich zu holen.

In Goch gab ihnen Pflegedienstleiter Peter Borghs unvorhergesehen die zugehörigen Matratzen und zehn Nachtschränkchen mit, dazu diverse sterilisierbare Kleinmöbel aus Edelstahl und einen Desinfektionsbehälter für den OP-Bereich.

Firmling Sven schleppte Nachtschränkchen ab. Der junge Ossilooper und Basketballspieler brachte einiges an Kraft mit.

Alle Gegenstände werden im Krankenhaus im litauischen Kaunas hochwillkommen sein. Beim Pfingsttransport 2017 waren unseren Helferinnen und Helfern Betten und vor allem die Nachtschränkchen von Pflegekräften fast von den Lastern gerissen worden.

Und schön: Mit weiterem Material aus dem Hospital in Goch kann durchaus gerechnet werden.

Das sagte Peter Borghs, der freundliche Kontaktmann zwischen Goch und Aurich. Er hatte die Aktion vor Ort vorbereitet und begleitete sie. Herzlichen Dank dafür!

  • Näheres zum Wilhelm-Anton-Hospital siehe unten.

Peter Borghs (Mitte) hatte die Aktion in Goch vorbereitet. Darüber freuten sich Alfred und Sven.

Sven und Horst verluden den Berg an Material im Laster (Alfred stand in diesem Moment hinter der Handy-Kamera).

Nach fast 14 Stunden Fahrt und Ladearbeit war das Auricher Trio wieder daheim. Beim Entladen an den Bonihausgaragen halfen den Dreien Hans Lüken, Markus Husen, Frank Buchholz und Sohn Anton Buchholz. Er setzt sich auch gern beim THW ein.

Sehr spendabel zeigte sich auch das Haus Simeon des Caritasverbands in Emden mit Steffi Holle an der Spitze.

Es stellte für Litauen Großküchengeräte zur Verfügung. Unsere Freunde dort können sich zudem auf Kochkessel, Kippbratpfannen und Arbeitstische aus Edelstahl freuen. Alfred Dellwisch, Hans Lüken und Markus Husen packten tatkräftig mit an und stellten die wertvolle Fracht in einer festen Scheune in Wiesens unter.

Peter Kirby und Patrick Blaes brachten Material aus einer Arzt-Praxis in Esens, die ihre Ausstattung erneuert hat. So waren diverse Geräte und passende Wagen, Liegen, Hocker und Pflegematerial zu haben.

Allen Spendern ein herzliches Dankeschön!

Text: Delia Evers, Fotos: Alfred Dellwisch und Horst Stamm


* Das Gocher Wilhelm-Anton-Hospital gehört mit weiteren Häusern in Kalkar, Kevelaer und Kleve zum Krankenhausverbund „Katholisches Karl Leisner Klinikum“ im Kreis Kleve.

Das Leistungsspektrum reicht von der medizinischen Versorgung an den vier Standorten über das Katholische Altenhilfe-Netzwerk am Niederrhein mit mehr als 20 Pflegeinrichtungen und Wohnanlagen für Senioren bis zur Versorgung der Region mit Medizinprodukten über ein Logistikzentrum.

Zum Verbund gehört zudem eine eigene Bildungsakademie für Gesundheitsberufe.

Jedes der vier Krankenhäuser bietet als Alleinstellungsmerkmal hochspezialisierte medizinische Einrichtungen – Voraussetzung dafür, dass das Katholische Karl Leisner Klinikum Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist.

(Ein solcher Verbund könnte durchaus Vorbild für ostfriesische Krankenhäuser sein.)

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