Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht

Die Ökumene in Aurich, die Stadt Aurich und die Deutsch-Israelische Gesellschaft Ostfriesland richten auch in diesem Jahr ein Gedenken an die Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938 aus.

Um 18 Uhr beginnt das Gedenken auf dem Synagogenplatz am Hohen Wall unter Mitwirkung des Projektchors von Heinrich Herlyn. Die Veranstalter rufen alle Demokraten auf, durch ihre Teilnahme den rassistischen und antisemitischen Kräften unserer Tage entgegenzutreten.

Nach einem Schweigemarsch vom Synagogenplatz zur ehemaligen jüdischen Volksschule findet ab 19 Uhr in der ev.-reformierten Kirche ein Kreisler-Konzert statt. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird eine Spende erbeten, damit die Künstler ihre Reisekosten finanziert bekommen.

Tauben vergiften für Fortgeschrittene

Ein Kreisler-Konzert? Vor sechs Jahren, am 22. November 2011, starb der Komponist, Pianist, Sänger und Dichter Georg Kreisler. Seine Lieder, die ihn berühmt machten und die er mit Leichtigkeit und knisterndem Witz spielte und sang, sind keiner Schublade zuzuordnen: kein Kabarett, keine Chansons.

Bekannt geworden ist er vor allem mit schwarzhumorigen Liedern wie „Tauben vergiften im Park“ und „Als der Zirkus in Flammen stand“, doch sein Werk umfasst sehr viel mehr: Sowohl politisch brisante als auch lyrische, surreal anmutende Texte sind dabei, mal mit, mal ohne Musik.

Vieles davon ist heute aktuell und nötig wie eh und je. Der Schauspieler und Sänger  Emanuel Jessel und der Pianist Simon Kasper begeben sich auf Spurensuche im Werk dieses Künstlers.

Emanuel Jessel war von 1996 bis 2005 Mitglied im Thomanerchor Leipzig. Von 2006 bis 2011 studierte er klassischen Gesang in Leipzig und Karlsruhe bei Professor Friedemann Röhlig. Er war Mitglied im Ensemble Thios Omilos sowie der Gächinger Kantorei Stuttgart. Im Sommer 2011 folgte ein Schauspielstudium an der HMT Rostock. Außerdem war Emanuel Jessel als Chorleiter tätig. Seit Beginn dieser Spielzeit ist er festes Ensemblemitglied an der Landesbühne Niedersachsen-Nord.

Simon Kasper bekam seinen ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren. An der Musikschule Friesland in Jever wurde er auf das Studium der Musik vorbereitet; das führte unter anderem zu den preisgekrönten Teilnahmen bei „Jugend musiziert“ sowohl als Solist als auch als Kammermusikpartner. 2009 begann er ein Studium für Schulmusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Die Klavierklasse von Professorin Tinatin Gambashidze verließ er mit der Bestnote. Ebenfalls mit der Bestnote ausgezeichnet wurde er im Fach Chorleitung und Orchesterleitung.

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