Kasimir und sein zerdöpperter Zahnputzbecher

St. Ludgerus Aurich feierte Sonntag eine prall-bunte Familienmesse mit Kinderschola sowie den Puppen Kasimir und Lotte. Die erzählten eine Geschichte, die die Kinder im Gottesdienst ordentlich beschäftigte.

Kasimir berichtete Lotte, dass er stinksauer war. Jemand hatte seinen tollen Zahnputzbecher zerdöppert. Jetzt war erst einmal Streit mit dem Schuldigen angesagt. Kasimir, auf den Arm genommen von Barbara Herbst, war ziemlich empört. Lotte, mit ausgefeilten Mundbewegungen angeführt von Melanie Wiegmann, versuchte zu beschwichtigen.

Die Kinder in der Kirche folgten dem Gespräch mit großen Augen. „Die Puppen kenne ich“, rief ein Mädchen. Und eine solche Geschichte oder doch sehr ähnliche Erlebnisse kannten die meisten Kinder wohl auch. Eine Enttäuschung, Streit, beleidigtes Missachten und Schweigen…

Da waren die Puppen los: v.l. mit Kasimir samt Barbara Herbst, Lotte mit Melanie Wiegmann und Sandra de Groot.

Sandra de Groot fragte in die Kirche, was Kasimir denn jetzt machen könne. Die Kinder waren längst in der Geschichte drin. „Den Becher kleben“, rief eines. „Einen neuen kaufen“, ein anderes. „Der, der den Becher kaputt gemacht hat, kann sich entschuldigen“, sagte ein weiteres Kind.

Da kam Kasimir der Sache schon näher. Denn um Versöhnung ging es während des Gottesdienstes. Die Lieder und Texte, auch der des kindgerecht, also in einfacher Sprache vorgetragenen Evangeliums, handelten davon, wie der liebevolle Blick auf den Nächsten vor Fehltritten bewahren kann.

Der Vorbereitungskreis für Familiengottesdienste hatte einmal mehr beste Arbeit geleistet. Unterstützt wurde er von der Kinderschola, in der sich inzwischen schon die Kleinsten im Takt wiegen, während die anderen kräftig und offenkundig mit viel Freude singen.

Einen besonderen Auftritt gab es noch zum Schluss des Gottesdienstes: Isburga Dietrich und Dr. Elke Warmuth schwebten, verkleidet als Hofdamen, in die Kirche und informierten die Gottesdienstbesucher über die Vorstellungen der Theaterfamilie Gassenhauer in dieser Woche. Das war super gemacht. Anschließend mussten sie ganz schnell weg, denn in der IGS warteten schon die Gassenhauer auf die nächste Probe (Aufführungstermine siehe hier).

Die Kinderschola gestaltete den Gottesdienst sehr gut mit und staunte nicht schlecht über diese qietschgelb gekleidete Dame, die mit einer flaschengrün gewandeten Dame in die Kirche „geschneit“ war.

Dr. Elke Warmuth und Isburga Dietrich informierten über die Aufführungen der Gassenhauer. Auch Pfarrer Johannes Ehrenbrink (Bildmitte) freute sich über den Auftritt.

 

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