2020-05-15 | Mit leiser Messe zurück in ein Stück Normalität

Mit einem leisen Gottesdienst holte sich St. Ludgerus ein Stück Normalität zurück. Vorn im Altarraum zündete Küsterin Elsbeth Antony zum ersten Mal für die Gemeinde die neue Osterkerze an…

… ein „Alltagsakt“ und doch nach diesen vielen Wochen ohne Heilige Messen und vor allem ohne Osternachtsfeier in der Heimatkirche für die gut 15 Gläubigen eine zarte Brücke zwischen dem Fest der Auferstehung vor fünf Wochen und diesen Tagen behutsamer Öffnung.

Wie ein Zuspruch war es, als die Kirchbesucher in den Bänken Platz nahmen, die Glocken im Turm über ihnen die Heilige Messe ausriefen und kurz darauf Martje Laubrock die Orgel tönen ließ. Vertraute Klänge und ein Stück lang vermisster Sonntag in einer Werktagsmesse!

Wie wohltuend war es, dass keine Festmesse anstand. Ludgerus kehrte angemessen bescheiden in die Zeit zurück, in der wieder ein Gottesdienstplan gilt. Pfarrer Johannes Ehrenbrink hatte eine grüne Stola angelegt. Sie ist aus einem Fastentuch genäht. Ihr Grün steht für die Hoffnung auf Leben, das sich erneuert. Johannes beschrieb kurz die besonderen Schutzmaßnahmen. In den Mittelpunkt der liturgischen Begrüßung stellte er seine Freude: „Und nun lasst uns Eucharistie feiern. Christus ruft uns in seine Nähe, lädt uns an seinen Tisch, erwählt uns zu seinen Jüngerinnen und Jüngern. Diese Freude darf noch mehr spürbar werden, wenn uns bewusst wird, dass sein Ruf und seine Einladung uns begrenzten und sündigen Menschen gilt.“

Martje Laubrock und Gemeindereferent Markus Husen sangen die Gemeindelieder. Zweimal erhob die Gemeinde selbst  ihre Stimme.

Das Tagesevangelium nach Johannes (15, 12 – 17) hätte in Pandemie-Zeiten nicht treffender sein können. „In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Das ist mein Gebot – liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. … Dies trage ich euch auf: Liebt einander!“

Ein gutes Wort, um in allen Lebenslagen und Erfordernissen durch die Zeit zu kommen, sagt

herzlich eure
Turmflüsterin

Die Gläubigen hielten auf markierten Bänken gebührend Abstand voneinander. Die Plätze, die besetzt werden dürfen, sind mit einem Kreuz aus Klebeband gekennzeichnet.

Johannes Ehrenbrink hatte sich kurz vor dem Austeilen der Kommunion in der Sakristei einen Mundschutz angelegt und seine Hände desinfiziert. Mit großem Abstand gingen die Gläubigen nach vorn.

Vor Beginn des Gottesdienstes hatte Markus Husen alle Kirchbesucher noch einmal auf die Schutzbestimmungen hingewiesen: u.a. auf Hände-Desinfektion (im Bild durch Gertrud Schweer-Dust) und Abstandsregeln.

An diesem Freitag feierten auch Gläubige in St. Bonifatius Wittmund ihre erste Heilige Messe seit langer Zeit. Weitere Gottesdienst-Termine ab diesem Wochenende sind hier hinterlegt.

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