30.07.21 | Sonntagsgruß von Markus

Liebe Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft, endlich Sommer, Sonne, Freizeit und Urlaub. Und eigentlich müssten in dieser Reihe die Wörter „Erholung, Entspannung und Nichtstun“ ohne Weiteres hineinpassen.

Aber ab und zu höre ich von Freunden und Bekannten, bei denen die Kinder oder das Budget oder beides das Urlaubsprogramm bestimmen, dass es manchmal doch alter Stress in neuem Gewand ist.

Die Erwartungen der Kinder nach einem vernünftigen Urlaub dürfen nicht enttäuscht werden. Es muss ein ansprechendes Programm für alle Beteiligten her. Unter Umständen erwartet die Verwandtschaft einen mehrtägigen Besuch. Vielleicht soll es sogar weit weg gehen und Corona Regelungen müssen fast tagesaktuell im Blick behalten werden. Und am Ende fällt der Auslandsaufenthalt unter Umständen doch ins Wasser.

Alles Punkte, die für viele Menschen wichtig und auch richtig sind, um mit der Familie schöne Ferien zu verbringen, die sich aber für die Erwachsenen nicht direkt nach Entspannung, Nichtstun und Zu-sich-kommen anhören. Unsere Sehnsucht ist da häufig eine andere. Ich habe einen Text gefunden, der das sehr schön zusammenfasst:

„Für immer mehr Menschen wird es wichtig, Räume der Ruhe und Konzentration zu finden. Ein Zukunftsforscher hat das in seiner Studie über die neue Sinn- und Sinnlichkeitsgesellschaft sogar als einen Trend beschrieben. Der moderne Mensch sucht nach der Stille. Schweigeklöster sind wieder gefragt. Für viele ist das durchaus verständlich: Sie werden tag-täglich von überall her beschallt, über Displays und Monitore ständig mit Informationen überflutet und über die Mobiltelefone sind sie jederzeit und überall erreichbar. Wem es so ergeht, der sehnt sich danach zu relaxen, abzuschalten, zu sich selbst finden und nach innen zu hören. Wenn das nur so leicht wäre! Auch das Relaxen will gelernt sein. Schritt für Schritt. Stille kann man nicht einfach verordnen. In meinem Inneren befindet sich kein Schalter, den ich hierfür umlegen kann und mit einem Mal werde ich ruhig und entspannt. Wer nicht gleich ins Schweigekloster gehen will, der kann es ja zunächst einmal in den eigenen vier Wänden probieren. Vielleicht kostet es mich anfangs etwas Überwindung. Aber damit habe ich zumindest begonnen, etwas sehr Heilsames zu erfahren. Ein alter irischer Segen formuliert so: „Geh deinen Weg ruhig – mitten in Lärm und Hast, und wisse, welchen Frieden die Stille schenken mag. “ (aus: Geistliche Verschnaufpausen von Matthias Effhauser)

Erholsame Ferien wünscht Ihnen und Euch!

Markus Husen

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