Malteser räumten Kapelle in Kaserne aus

2016-12-06-malteser3_1Am jüngsten Wochenende leisteten die Malteser im VoSt-Lager und in der Kaserne eine schweißtreibende Aufgabe. Sie räumten die Kapelle, die dort erst vor einem Jahr von den Maltesern eingerichtet worden war.

Der Grund für die Aktion: Die Kaserne, die von den Auricher Johannitern als Notunterkunft für Flüchtlinge betrieben worden ist, muss zum Jahresende leer an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben werden.

Bevor die Kapelle nun geräumt werden konnte, mussten die Malteser Platz im VoSt-Lager schaffen, um die Einrichtung aus der Kapelle einlagern zu können. Das lief unter erschwerten Bedingungen an. Männer, die für Freitag eingeplant gewesen waren, hatten aus wichtigen Gründen abgesagt. So waren es am Ende vor allem zwei „Packer“, die in mehrstündigem Einsatz insgesamt 2,3 Tonnen !!! an Möbeln schulterten, in einen Laster hievten und später an ihrem Bestimmungsort wieder abluden.

Mit doppeltem Einsatz wurde das Tagesziel dennoch übererfüllt, und der Samstagseinsatz vorbereitet.

Die seinerzeit von den Maltesern und jugendlichen Anpackern her- und eingerichtete Kapelle ist während der Kasernennutzung als Notunterkunft  für Flüchtlinge leider kaum genutzt worden, da in der Spitze maximal 200 statt der vorgesehenen 1100 Flüchtlinge zeitgleich dort untergebracht waren.

Das Inventar der Kapelle soll in Litauen weiter genutzt werden.

Gottesdienst zum Abschluss in der Kapelle der Kaserne mit Pastorin Cathrin Meenken. Foto: Alfred Dellwisch

Gottesdienst zum Abschluss in der Kapelle der Kaserne mit Pastorin Cathrin Meenken. Foto: Stefan Greiber, Johanniter.

Am Sonntag, 27. November, nach der Leistungsschau der Johanniter-Regionalbereitschaft, fand in der Kapelle der Abschluss im Rahmen eines Gottesdienstes statt. Dafür hätten es dann auch ein paar Bänke mehr sein dürfen. Gut, dass noch einige Stühle übrig waren und ebenfalls genutzt werden konnten.

Am Samstagmorgen fanden sich knapp zehn Helfer, davon mehr als die Hälfte aus Wiesmoor,  pünktlich ein und machten sich sogleich mit zwei Lastern auf den Weg in die Kaserne, um die Einrichtung der Kapelle auszubauen und einzulagern. Einen Lasster hatte die WfbM durch Vermittlung von Ulrich Kötting zur Verfügung gestellt. Den anderen Laster hatte Rita Meyer-Brunken vermittelt, so dass alle Einrichtungsgegenstände aus der Kapelle und weiteres Mobiliar zügig verladen, abtransportiert und eingelagert werden konnten.

Blick in die nun ausgeräumte Kapelle.

Blick in die Kapelle, die die Malteser nun räumten. Foto: Alfred Dellwisch

Fahrräder aus der Fahrradaktion konnten nicht mehr entgegengenommen werden, da diese zum Teil an Flüchtlinge weitergegeben worden waren oder weiterhin für eine Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge genutzt werden.

In der Zwischenzeit sortierten die Helferinnen Kleidungsbestände und Hausratgegenstände. Durch Marlies wurden wieder alle Helfer mit Kaffee und weihnachtlichem Gebäck gestärkt. Für den in Aussicht gestellten Glühwein „ist es noch nicht kalt genug“, befand sie.

Der Samstageinsatz konnte bereits gegen 12 Uhr beendet werden. „Lieber kurze Einsätze, dafür aber schlagkräftig, als langwierig ohne absehbares Ende.“ Das war die einhellige Meinung aller Beteiligten, an die ein großes Dankeschön geht.

Sie packten Samstag mit an: v.l.: Charles-Daniel Rajahkumar, Horst Stamm, Christian Brunken, Ralf Ruhnau, Ulli Kötting, Alfred Dellwisch, Marlies Weimann und vorn Doreen Rajahkumar. Foto: Rita Meyer-Brunken

Sie packten Samstag mit an: v.l.: Charles-Daniel Rajahkumar, Horst Stamm, Christian Brunken, Ralf Ruhnau, Ulli Kötting, Alfred Dellwisch, Marlies Weimann und vorn Doreen Rajahkumar. Foto: Rita Meyer-Brunken

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