Sonntagsgruß aus dem Pfarrhaus

Liebe Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft Neuauwiewitt! Herzlich grüße ich Sie aus dem Pfarrhaus. Für die meisten von uns sind Ferien und Urlaub vorbei. „Normales“ Leben beginnt wieder, aber nicht ganz.

Denn noch immer kämpfen wir mit der Corona- Pandemie und müssen mit manchen Einschränkungen leben. In vielen Teilen der Welt leiden Menschen aber noch viel massiver unter dieser Pandemie. Nicht überall sind die Vorsorge und Versorgung so gut organisiert, wie bei uns in Deutschland.

Deshalb rufen die Bischöfe zu einer Sonderkollekte am 5./6. 9. 2020 auf, um diesen besonders Notleidenden zu helfen. Den Aufruf finden Sie unten. Ich möchte Ihnen die Kollekte ganz besonders ans Herz legen. Sie können auch auf unsere Gemeindekonten überweisen. Wir werden die Gelder umgehend weiterleiten.

„Liebe Schwestern und Brüder, die Corona-Pandemie hat die Welt nach wie vor fest im Griff. Überall fürchten Menschen, sich mit dem Virus anzustecken. Die Infektionen haben weitreichende Folgen. Die Krankheitsverläufe sind unterschiedlich, nicht wenige enden tödlich. Die notwendigen Schutzmaßnahmen erschweren aber auch generell die menschlichen Beziehungen. Insbesondere die älteren Menschen, aber auch die Kinder leiden darunter. Corona bedroht auch das öffentliche Leben und die Wirtschaft. In unserem Land sind viele Betriebe und Unternehmen in ihrer Existenz bedroht, was Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit für viele Frauen und Männer mit sich bringt. Als Kirche sind wir auch betroffen: Ein reges Gemeindeleben ist kaum möglich und die Gottesdienste können nur eingeschränkt gefeiert werden. Das alles besorgt uns sehr. Wir nehmen Teil an den Nöten und Ängsten, die die Corona-Pandemie auslöst, und tragen mit unseren Möglichkeiten dazu bei, die Krise zu bewältigen.

Zugleich stellen wir aber auch fest, dass es uns in Deutschland weitaus besser geht als den allermeisten Menschen in anderen Ländern und Weltgegenden. Wir verfügen über einen funktionierenden Staat, über eine stabile Gesundheitsversorgung und auch über die materiellen Möglichkeiten, die Notlagen zu lindern sowie die Wirtschaft einigermaßen in Schwung zu halten. All das ist für den größten Teil der Menschheitsfamilie nicht möglich. Die Armen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa sind von der Corona-Krise ungleich schwerer betroffen als wir. Die Wohnverhältnisse und die Armut verhindern Hygiene und Distanz, allzu oft fehlt der Zugang zu Gesundheitsdiensten. Unzählige verlieren ihre materielle Lebens-grundlage, weil sie keine Arbeit mehr finden. Aktuellen Studien zufolge wird die Zahl der Hungernden infolge der Pandemie um viele Millionen anwachsen.

In dieser dramatischen Lage sind auch wir in Deutschland gefordert. Als Deutsche Bischofskonferenz rufen wir deshalb gemeinsam mit unseren Bistümern, den kirchlichen Werken und den Orden zu einem „Weltkirchlichen Sonntag des Gebets und der Solidarität“ auf. Er soll in allen Kirchengemeinden am 6. September 2020 begangen werden. Die Gläubigen sind eingeladen, sich an diesem Tag über die Konsequenzen der Pandemie weltweit zu informieren und für die Leidtragenden in aller Welt zu beten. Wir bitten auch um eine großzügige Spende für die Corona-Hilfe in der Weltkirche – mit der Kollekte oder auf anderen Wegen.

Beten wir und helfen wir! Zeigen wir als Christen, was uns angesichts dieser globalen Krise aufgetragen ist.“

Herzlichen Gruß
Ihr/ Euer  Johannes Ehrenbrink, Pfr.

Dieser Beitrag wurde unter Archiv abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.  Beitrag drucken. Beitrag drucken.